Wenn ihr frisch gebackenen Eltern etwas richtig persönliches zur Geburt ihres Babys schenken möchtet, dann könnte euch die folgende Idee gefallen. Ich bin selbst Mama und ich kann sagen, OH JA! Sowas ist einfach Zucker.

Vision zum Geburtsbild

Es soll eine wunderschöne Erinnerung an den Tag sein, der das Leben eines Paares auf den Kopf stellt – im positiven Sinne UND es wird das erste Bild mit dem Namen und den Daten des neuen Familienmitglieds sein – das hat nochmal einen extra Status.

Die von mir gestalteten Geburtsanzeigen sind sehr kindlich, verspielt mit Tiermotiven & Schmuckelementen – wer es gerne schlichter mag, kann sich auch minimalistischer erfinden. Was für mich nicht fehlen darf sind folgende Informationen:

  • Name
  • Geburtstag
  • Geburtszeit
  • Geburtsgewicht
  • Geburtsgröße
  • eventuell kann man auch den Geburtsort hinzufügen

Papier

Verwendet Aquarellpapier (meine Empfehlung ist und bleiben Papiere von Hahnemühle). Besonders schön werden Ergebnisse auf:

  • Torchon (zum Lettern für Fortgeschrittene, da sehr strukturiert)
  • Brittania Matt (glatte Oberfläche und auch für Letter-Anfänger geeignet)

Besonders starke Kontraste mit weiß bekommst du mit dem Papier in Kraft-Optik zb. von Clairefontaine Paint On Multi Techniques Papier.

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Aquarellfarben

Persönlich verwende ich für meine Geburtsbilder Schmincke Horadem & Aquarellstifte von Faber Castell (Goldfaber Aqua & Albrecht Dürer). Für kleine Details verwende ich auch gerne die Metallicfarben von Coliro.

Pinsel

Für die Geburtanzeigen brauche ich Pinsel, mit denen ich gut Brushlettern kann. Hierfür verwende ich sehr gerne den Wassertankpinsel von Faber Castell.

Für die Motive am Bild kommt es ganz darauf an, wie detailreich und in welcher Größe gemalt wird. Folgende Pinsel verwende ich bei Geburtsbildern:

  • Französischer Pinsel / Verwaschpinsel 3/0 Petit-Gris Pur *** von Raphael
  • Rundpinsel Echt Ussuri-Rotmarder 3/0, 2, 4, 6 von da Vinci

Es wird bald einen Blogpost über Pinsellieblinge & Pinsel im Vergleich geben)

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Fineliner

All time favorite sind die Fineliner von Faber Castell in S, M & F schwarz. Bei Kraftpapier verwende ich von Uni-Ball den weißen Signa Broad Gelroller und schaffe dadurch noch stärkere Kontraste.

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Hilfsmittel

Immer wieder verwende ich auch das Rubbelkrepp von Schmincke als Erleichterung bei Aquarellmotiven. Wie hier im Bild unten, habe ich den Banner rundherum sowie den Schriftzug im Banner maskiert, bevor ich mit der Farbe Indigo von Schmincke gemalt habe.

Bald folgt bald ein Blogbeitrag zum Thema Aquarellhilfsmittel.

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Veredelung

Den letzen Feinschliff zaubere ich mit Blattgold oder Metallicflocken (dazu ist Anlegemilch nötig und ein extra Pinsel).

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Weitere Materialien

  • Lineal (Layout)
  • Bleistift HB(Skizze)
  • Radiergummi (Skizze & Layout)
  • Küchenrolle (Aquarellieren)
  • Teller oder Mischpalette (Aquarellieren)
  • Musik (für den besonderen Flow)

Let’s do this!

Das waren jetzt viele Infos zum Material, aber ich bin mittlerweile schwer davon überzeugt, dass gutes Material mit einem schönen Ergebnis Hand in Hand geht. Deswegen möchte ich immer wieder aus dem herzensdame-Nähkästchen plaudern und ganz offen über meine Favoriten reden.

Inspiration findest du auch immer wieder auf meinen Social Media Kanälen.

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1. Layouten

Bevor ich an Farbe denke, zeichne ich mir ein Layout für die einzelnen Infos & Motive die auf das Bild rauf sollen. Das Layout kann sehr individuell ausfallen, mit den folgenden Tipps wirst du immer zu einem schönen Ergebnis kommen.

  • Zeichne dir eine waagrechte & senkrechte Mittellinie (wenn nötig noch weitere Rasterlinien zur Orientierung)
  • Platziere den Namen – er soll ein Eye-Catcher werden (das kann zentriert in der Mitte des Blattes sein, aber auch links- oder rechtsbündig (hierfür ist es wichtig, dass du als Ausgleich deine Schmuckelemente später richtig setzt)
  • Zeichne dir den Raster für die Geburtsinfos, diese müssen nicht im Vordergrund stehen und sollten daher kleiner ausfallen als der Name.
  • Füge deine Schmuckelemente / dein Tiermotiv hinzu, es muss nicht alles genau symetrisch sein – achte darauf, dass es interessant wirkt. ZB 2er Gruppe Bäume auf der linken Blatthälfte // 3er Gruppe auf der rechten Blattseite // dazwischen einzeln versetzte Bäume.
  • Überfülle das Bild nicht zu stark und lass noch etwas Luft zwischen den Elementen & Schriftzügen

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Bald erscheint ein genauer Blogartikel zum Thema Layouten.

2. Skizze

Ich mache Geburtsanzeigen nie „free hand“. Bei mir wird so gut wie immer mit Bleistift relativ genau skizziert, so verhindere ich, dass ich Details vergesse und kann mich später nur auf die Farbe konzentrieren und muss nicht noch an frei zu lassende Stellen denken.

Auch die Schriftzüge werden bereits mit der Skizze geschrieben. Hier eine Inspiration für die einzelnen Monate & einige Schmuckelemente.

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3. Farbe verleihen

Nehmt euch ein extra Papier zur Hand und stellt euer Farbkonzept zusammen, bevor ihr das Geburtsbild aquarelliert. Mischt die Farben so lange, bis ihr mit der Komposition zufrieden seid und vergesst nicht, dass ihr euch von jedem Farbton etwas mehr vorbereitet, dass euch die Farbe nicht ausgeht.

Aquarelliert dann in eurer liebsten Technik.

Meine Bilder brauchen grundsätzlich sehr lange, bis sie fertig sind. Das liegt aber daran, dass ich eine „genussvolle“ Malerin bin die jeden Pinselstrich bewusst genießt. Nass-in-Nass, Nass-auf-Trocken, … ich male so, wie es sich für mich gerade anfühlt und natürlich im Hinterkopf immer: Welchen Effekt möchte ich erzielen.

Zu Maltechniken wird es bald einen eigenen Blogartikel geben.

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4. Veredeln

Wenn die Farbe trocken ist, und zwar wirklich trocken, dann werden noch alle Bleistiftspuren wegradiert und ich zeichne nach Bedarf noch Linien & Elemente mit dem Fineliner oder dem Getroller.

Danach setze ich mit dem Blattgold oder den Metallicfolien Akzente – ich persönlich finde, es verleiht dem Bild nochmal eine gewisse Besonderheit – aber es ist kein Muss.

Mein Tipp zum Schluss

Verschenkt euer Bild eingerahmt. Frisch gebackene Eltern haben wenig Zeit und bekommen meist wenig Schlaf – sie müssen sich neu einleben und sich auf die „überlebens“wichtigen Dinge konzentrieren. Ihr nehmt ihnen eine große Aufgabe ab, indem ihr euch um den Rahmen kümmert und es besteht kein Risiko, dass das Bild in einer Lade vergessen wird.

Mich würden wahnsinnig eure Ergebnisse interessieren – wenn ihr euch danach fühlt, dann teilt eure Geburtsbilder mit mir auf Instagram, per Mail oder in den Kommentaren.

Beitrag enthält keine Affiliatelinks. 

Produktempfehlungen wurden nicht in Auftrag von Firmen geschrieben.

Der Blogbeitrag basiert auf meinen persönlichen Erfahrungen.

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