Wieviele Stunden am Tag habe ich, vor allem während des Mutterschutzes, exzessiv gelettert und aquarelliert? Ich lüge euch nicht an, wenn ich sage 5-6 Stunden pro TAG! Mit einem Baby habe ich keine Zeit mehr dafür – falsch! Jetzt nehme ich mir bewusst 30 Minuten täglich Kreativzeit. Ich bin die beste Version von New-Mum, wenn ich täglich mindestens 30 Minuten nur für mich habe. Hier spreche ich nicht davon, dass ich diese halbe Stunde fürs Putzen oder für meine Körperpflege benötige. Ersteres macht derzeit mein Mann und letzteres muss so oder so drin sein. Ich spreche von den heiligen 30 Minuten die auch manche Mütter als „Insel“ bezeichnen, wo es wirklich nur um einen selbst geht und man einfach macht was man will. Natürlich nutze ich diese kostbare halbe Stunde um kreativ zu sein.  (Für was auch sonst?) Ich lettere einen Motivationsspruch, meine Gefühlslage oder hole meinen Aquarellkasten vor und male ein Bild. love love love! Das brauche ich, um in meiner Mitte zu bleiben.

Ich will euch meine 5 Lifehacks nennen, wie ihr eure 30 Minuten „Kreative Auszeit“ in den Alltag integrieren könnt, trotz busy life.

1 – Schaffe dir deinen eigenen Kreativplatz

Wenn du nicht schon einen kleinen Schreibtisch besitzt, der NUR für dich ist, dann würde ich vorschlagen du setzt dich gleich ins Auto und fährst zu Ikea. Lass Budget keine Ausrede sein, du findest schon Tische die weniger als 50€ kosten. Und wir wissen alle, dass wir so einen Geldbetrag auch schon für weniger Sinnvolles ausgegeben haben. Mit dem EIGENEN kleinen Tisch boxt du dir enorm viel Zeit und Energie frei (was das Vorbereiten & Aufräumen deines Materials betrifft – OMG!) Mit deinem eigenen Plätzchen, kannst du dich dann auch physisch in deine Kreativwelt bewegen.

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2 – Werfe den Ordnungsdrang über Board

Congrats – dein Tisch steht! Jetzt kommt der nächste Schritt: wirf den Ordnungsdrang über Board (für mich war es kein Problem, da ich diesen nicht besitze). Natürlich kann man nur wirklich gut arbeiten und kreativ sein, wenn alles seinen Platz hat, TRUE! jedoch ist eines sehr wertvoll: Du wirst nicht immer nur einen schnellen Spruch lettern wollen, je mehr du dich mit all den wunderbaren Materialien beschäftigst, je aufwändiger können deine Kleinprojekte werden und diese brauchen dann auch oft Zeit. Auch für ein mehrschichtiges Aquarell kann eine 30-Minuten Session sehr kurz sein. Daher, lass die Dinge dann so stehen wie sie sind und arbeite am nächsten Tag dort weiter, wo du zuvor aufgehört hast. Lass es liegen – dein Platz, deine Regeln.

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3 – Mach eine „To Draw“ Liste

„Jetzt habe ich endlich Zeit zum Malen, aber was mache ich jetzt eigentlich? HILFLE!“ Dieser Satz ist schon sehr oft in meinen Gedanken gekreist und dann war ich frustriert, da ich irgendwie alles und eigentlich nichts auf mein Papier gebracht habe, obwohl ich doch erst vor kurzem so schöne Ideen hatte. Deine 30 Minuten sollen dich entspannen, und kein Höllentrip voller Frustration werden. Daher: wenn du eine coole Idee hast oder etwas siehst, was du unbedingt auch probieren möchtest, mach Notizen. Speichere es in deinem Handy ab, Pinne es, nutze den Speichern-Button auf Instagram, trage es in dein Bujo ein – es ist alles erlaubt, solange es einfach und schnell abrufbar ist.  Spare hier Zeit, du musst nicht jedes Mal aufs neue lange überlegen und Dinge neu erfinden, du kannst dich auf dein nächstes Motiv freuen und einfach loslegen. Jupiduuuuuh!

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4 – Sei zufrieden mit dem was du besitzt

„Boah, eigentlich kann ich das jetzt nicht machen, weil ich ja nicht die tollen Farben von XYZ besitze und so wird das nichts.“  Wieder ein gern gesprochener Satz, der aber einfach völliger Unsinn ist. WIRKLICH! Wenn ich eines gelernt habe (vom weisen Ehemann) dann, dass dich teures Material nicht unbedingt besser werden lässt, wenn du die Basics nicht beherrscht. Bist du ein Anfänger – dann reicht auch ein gut gewähltes „Grund-Set“ und du wirst damit auch wunderschöne, kleine Kunstwerke machen können. Bist du Fortgeschritten, dann solltest du deine Utensilien ja schon besser kennen und diese zu kombinieren wissen, um etwas Schönes zu schaffen. Material darf keine Ausrede sein.  (Es sei denn, du besitzt noch keines 🙂 Einfach machen! Bei der nächsten Shoppingtour darf dann wieder was vom Künstlerbedarf mit nachhause kommen. Im Notfall kann man auch einen Schulmalkasten verwenden, oder einen einfachen Fineliner (falsche Kalligraphie) – funktioniert ebenfalls. (Ich weiß, Firmen werden mich für diesen Satz hassen). Also nicht einschränken lassen durch die Markenflut.

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5 Rede mit deiner Familie über die Kreativzeit

Klartext! Informiere deinen Partner über dein Bedürfnis und (wenn es das Alter erlaubt) auch deine Kinder, dass du diese 30-Minuten für dich brauchst und du nur im Notfall gestört werden darfst. Das klingt jetzt so, als würde man sich auf einen anderen Planeten beamen wollen (ja, irgendwie ist es auch so) und natürlich – NEIN, die Kinder sollen nicht ins Kämmerchen gesperrt werden, dass Mama malen kann. Wie wäre es, wenn auch die Kleinen in dieser Zeit kreativ sind oder in diesen 30 Minuten der, oder die Liebste mit den Kids spielt? Ich denke, dass oft das aktive Einfordern der kleinen Mini-Auszeit eine große Herausforderung ist.  Aber es ist gut & wichtig! Rede offen darüber, dass ihr als Familie gemeinsam einen Time-Slot für dich findet.

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Vielleicht hast du ja auch noch Tipps? Schreib mir in den Kommentaren.

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